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Keine Gnade für die SCHLÄGER von München!

In China oder USA würden die nie mehr die Freiheit geniessen. Das wäre schön, denn so wären wir vor diesen drei Terroristen geschützt. Kein Mitleid, lasst die im Knast bis zu ihren jüngsten Tagen.

Es wiederholt sich: Mitten in der Altstadt von Locarno wird ein Student zu Tode geprügelt – er will einen Streit zwischen zwei ihm unbekannten Gleichaltrigen schlichten und büsst seine Zivilcourage mit dem Leben. In Zürich wird ein Fussballfan invalid gedroschen, in einer Vorortsgemeinde ein Zugpassagier. An der Street Parade wird ein Jugendlicher erstochen, am Hönggerberg eine junge Frau erschossen. Vor Discos, an Seeufern, in Fussgängerzonen und auf von Jugendlichen frequentierten Plätzen kommt es zu Raufereien. Meist gehen sie glimpflich aus, des Öftern blutig, selten tödlich. Und nun München, Sendlinger Tor, kurz vor Mitternacht – diesmal trifft es einen Geschäftsmann, der mit seinen 46 Jahren Vater der Halbwüchsigen aus der Schweiz sein könnte. Offenbar völlig grundlos wird er von diesen im Suff und vollgedröhnt niedergeschlagen und beinahe zu Tode getreten.

Reflexartig werden die immer gleichen Fragen gestellt: Woher stammen die Täter? Sind sie überhaupt Schweizer, haben sie einen sogenannten Migrationshintergrund? Wurden sie provoziert (als wenn dies den Grad der Brutalität erträglicher machen würde), ja gar selbst als Kinder missbraucht? Ist ihr Verhalten also erklär- und deutbar, irgendwie sogar nachzuvollziehen?

Die Antwort lautet schlicht: Nein! Absehbar aber ist, dass solche Täter an hiesigen Gerichten nach einem umfangreichen Prozess psychiatrischer Begutachtung in ihrer «dysfunktionalen Gewaltbereitschaft» noch immer eher mit Milde denn Strenge rechnen dürfen. Mit dem Vorwurf der Kuscheljustiz lässt sich politisch bestens wuchern; und gerade der Münchner Fall und das dort den Tätern drohende Strafmass zeigen, wie unterschiedlich streng auch durchaus vergleichbare Rechtssysteme mit dieser drastischen Form von Gewalt umgehen. Auch in der Schweiz ist eine deutlich härtere Praxis dringend angezeigt. Eine kluge und menschenwürdige Rechtsprechung vermag die feine Linie zu erkennen, die die Würde des Opfers, den Schutz der Gesellschaft und die Berücksichtigung von Motiv und Hintergrund des Täters trennt. In inzwischen zu vielen Fällen wurde sie in den letzten Jahren zulasten der Opfer gezogen. Das muss korrigiert werden.

Freilich täuscht sich, wer glaubt, härtere Urteile würden künftig die gleichsam nihilistische Lust des sogenannten Wegklatschens bei gewissen Jugendlichen mindern. Eine scharfe Gerichtspraxis kann das Sühnebedürfnis der Gesellschaft, die Wut und den Schmerz der Opfer mildern. Naiv aber wäre es zu glauben, Täter vom Schlage derjenigen in München wüssten zu später Stunde um die Konsequenzen ihres Tuns, geschweige denn interessierten sich dafür. Gewalt dieser Ausprägung wird nur dann eingedämmt, wenn es gelingt, die Verantwortung zuallererst dort einzufordern, wo sie auch liegt: beim Elternhaus, in der Familie, im Freundes- und Kollegenkreis – und bei den gewaltbereiten Jugendlichen selber.

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9.7.09 16:23
 


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